Delfintherapie in der Türkei – Ein Hoffnungsschimmer für unsere Kinder

Heute möchten wir unsere Besucherinnen und Besucher sowie unsere Mitglieder über einen bedeutenden Fortschritt informieren, den wir gemeinsam erreicht haben: Bereits Drei unserer betreuten Kinder durften zur Delfintherapie in die Türkei reisen – und haben diese erfolgreich abgeschlossen.                                                               

Vor Ort wurden die Kinder nicht nur liebevoll betreut, sondern erhielten auch eine gezielte Therapie, begleitet von erfahrenen deutschen Fachärztinnen und -Ärzten. Ein besonderes Highlight der Reise war für alle Kinder das Schwimmen mit Delfinen – ein Erlebnis, das nicht nur Freude bringt, sondern auch erwiesenermaßen therapeutische Wirkungen zeigt.

Von der Einrichtung in der Türkei haben wir zu jedem Kind schriftliche Berichte erhalten – sowohl vor Beginn als auch nach Abschluss der Therapie. Diese Dokumentationen ermöglichen es uns, die Entwicklung und Fortschritte der Kinder genau zu verfolgen und die positiven Effekte der Delfintherapie transparent darzustellen.

Im Folgenden stellen wir Ihnen zwei dieser anonymisierten Berichte exemplarisch vor. Die zugehörigen Bilder, die wir ebenfalls beigefügt haben, zeigen einige unvergessliche Momente aus der Therapie – selbstverständlich ohne Namen oder persönliche Angaben. Die Kinder sind in den Unterlagen als Kind 1, Kind 2 usw. geführt; nur wir als betreuende Einrichtung wissen, welches Kind sich hinter welcher Nummer verbirgt.

Bericht Kind 1:
Therapiebericht – Kind 1
Ort: Lara/Kundu (Türkei)
Zeitraum: 07.04.2025 – 17.04.2025

Sehr geehrtes Team von Trucker-for-Kids e.V
im Zeitraum vom 7. bis 17. April 2025 befand sich Kind 1 (13.03.2011) zur delfinunterstützten Therapie in unserem Zentrum in Lara/Kundu. Die Diagnose Chromosom-9-Defekt liegt weiterhin vor. Die ausführliche medizinische Vorgeschichte entnehmen Sie bitte den bereits vorliegenden Krankenhausunterlagen.

Verlauf der Delfintherapie:
Kind 1 nahm bereits zum vierten Mal an der Delfintherapie teil. Sie zeigte von Beginn an keine Berührungsängste, hatte Freude am Wasser und ging offen auf die Delfine und Therapeut*innen zu. Besonders positiv war ihre Motivation, eigenständig mit dem Delfin zu schwimmen, ihn zu streicheln und Aufgaben wie Ring- und Ballwurf zu absolvieren.
Im Therapieverlauf konnte Emily ihr Selbstvertrauen sichtbar stärken, ihre Kommunikationsfähigkeit verbesserte sich spürbar – sie lernte neue Wörter und begann zunehmend, in ganzen Sätzen zu sprechen.

Therapieziele im Wasser:

  • Förderung der Kommunikation mit Tier und Mensch
  • Verbesserung des Körpergefühls und der Wahrnehmung
  • Entspannung und emotionale Stabilisierung

Physiotherapie:
Ziele waren die Verbesserung von Koordination, Haltung, Gleichgewicht und Rückenmuskulatur. Emily absolvierte Übungen im Vierfüßler Stand, Einbeinstand, auf dem Pezziball, an der Sprossenwand sowie fußkräftigende Aufgaben und Entspannungsmaßnahmen. Auch die Galileo Therapie wurde erfolgreich integriert.

Fazit:
Emily profitierte erneut deutlich von der tiergestützten Therapie. Ihre körperliche Stabilität, ihr Selbstbewusstsein sowie ihre sprachlichen Fähigkeiten entwickelten sich weiter. Eine Fortführung dieser Therapieform ist aus therapeutischer und ärztlicher Sicht sehr zu empfehlen.

Wir wünschen Emily weiterhin viel Erfolg und alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen
Therapieteam

Bericht Kind 2: Kind 2 -3 sind Geschwister Zwillinge 
Lara/Kundu 24.04.2025

Therapiebericht: Kind 2

Sehr geehrte Kollegen und Kolleginnen,

Im Folgenden berichten wir über Jana Steffen, geb. 29.09.2016, die sich im Zeitraum 14.04.25 bis 24.04.25, bei uns in Lara zur delfinunterstützten Therapie befand.

Diagnose:
Bilateral spastische Cerebralparese GMFCS III

Anamnese:
Die ausführliche Vorgeschichte dürfen wir freundlicherweise als bekannt voraussetzen und verweisen dahingehend auf vorangegangene Krankenhausberichte.

Verlauf:
Delfintherapie

Ziele im Wasser:

  • Verbesserung der Körperwahrnehmung
  • Entspannung
  • Senkung des Muskeltonus in den Beinen

Jana nahm zum vierten Mal an der delfinunterstützten Therapie in Lara (Türkei) teil. Da sie schon des Öfteren an der Therapie teilgenommen hat, können wir mit Freude sagen, dass sie von Anfang an mit dem Therapeuten*innen sehr vertraut war und keine Berührungsängste mit den Delfinen hatte. Dies beeinflusste die Therapie positiv.
Jana hat eigenständig die Delfine am Bauch und am Rücken gestreichelt, um die Feinmotorik zu beüben. Sie hat außerdem den Ball/ Ring selbstständig geworfen, sich an der Rückenfinne festgehalten und dabei aktiv ohne therapeutische Unterstützung die Beine bewegt um das Gleichgewicht im Wasser zu halten. Die Sonarwellen und die Ruhe hat Jana sichtlich genossen.

Physiotherapie:
Ziele:

  • Verbesserung der Gangqualität
  • Kräftigung der Rumpfmuskeln
  • Verbesserung der posturalen Kontrolle
  • Kräftigung der unteren Extremität
  • Entspannung und Verbesserung der Körperwahrnehmung
  • Verbesserung der Aufrichtung
  • Verbesserung der Koordination

Maßnahmen:

  • Gangübungen am Handlauf und der Sprossenwand
  • Übungen an und auf der Treppe
  • Übungen in BL und RL auf dem Pezzi Ball
  • Übungen im Vierfüßler Stand
  • Mobilisation der unteren Extremitäten
  • Galileo Therapie im Stehen (20Hz)
  • Stützaktivitäten auf dem Pezzi Ball

Zusammenfassung:
Aus unserer und ärztlicher Sicht ist die Fortführung einer tiergestützten Therapieform durchaus empfehlenswert. Durch den Kontakt mit den Delfinen verspürt Jana ein intensiveres Körpergefühl und die Gangqualität verbessert sich deutlich. In der Therapie war Jana stehts motiviert und hat jede Übung durchgeführt.

Mit freundlichen und kollegialen Grüßen
Leitende Physiotherapeutin

 
Bericht Kind 2:
Lara/Kundu 24.04.2025

Therapiebericht:

Sehr geehrte Kollegen und Kolleginnen,
Im Folgenden berichten wir über Mara Steffen, geb. 29.09.2016, die sich im Zeitraum 14.04.25 bis 24.04.25, bei uns in Lara zur delfinunterstützten Therapie befand.

Diagnose:
Bilateral spastische Cerebralparese GMFCS III

Anamnese:
Die ausführliche Vorgeschichte dürfen wir freundlicherweise als bekannt voraussetzen und verweisen dahingehend auf vorangegangene Krankenhausberichte.

Verlauf:
Delfintherapie

Ziele im Wasser:

  • Verbesserung der Körperwahrnehmung
  • Entspannung
  • Senkung des Muskeltonus in den Beinen

Mara nahm zum vierten Mal an der delfinunterstützten Therapie in Lara (Türkei) teil. Da sie schon des Öfteren an der Therapie teilgenommen hat, können wir mit Freude sagen, dass sie von Anfang an mit dem Therapeuten*innen sehr vertraut war und keine Berührungsängste mit den Delfinen hatte. Dies beeinflusste die Therapie positiv.

Mara hat eigenständig die Delfine am Bauch und am Rücken gestreichelt. Weiterhin haben wir uns auf ihre linke Hand konzentriert und haben aktiv mit dieser den Delfin gestreichelt und die Feinmotorik am Delfin geübt. Außerdem hat Mara den Ring/ Ball geworfen und aktiv unter Wasser Schwimmbewegungen durchgeführt. Durch das kalte Wasser war Mara anfangs sehr verkrampft, dies hat aber nach einer kurzen Zeit nachgelassen.
Die Sonarwellen und die Ruhe haben ihr sehr gut getan. Mara kam stehts mit viel Freude zur Therapie und hat motiviert teilgenommen.

Physiotherapie:
Ziele:

  • Verbesserung der Gangqualität
  • Kräftigung der Rumpfmuskeln
  • Verbesserung der posturalen Kontrolle
  • Kräftigung der unteren Extremität
  • Entspannung/ Verbessern der Körperwahrnehmung
  • Verbesserung der Aufrichtung
  • Wahrnehmung vor allem der linken Hand
  • Verbesserung der Koordination

Maßnahmen:

  • Gangübungen am Handlauf und der Sprossenwand
  • Übungen an und auf der Treppe
  • Übungen in BL und RL auf dem Pezzi Ball
  • Abrollübungen
  • Galileo Therapie im Stehen (20Hz)
  • Mobilisation der unteren Extremitäten
  • Stützaktivitäten auf dem Pezzi Ball

Zusammenfassung:
Aus unserer und ärztlicher Sicht ist die Fortführung einer tiergestützten Therapieform durchaus empfehlenswert. Durch den Kontakt mit den Delfinen verspürt Mara einintensiveres Körpergefühl und ihre Gangqualität verbessert sich deutlich. Sie nutzt ihren linken Arm und ihre linke Hand mehr, was eine Verbesserung der Körperwahrnehmung darstellt.

Mit freundlichen und kollegialen Grüßen
Ltd. Physiotherapeutin

Wir danken allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die diese wertvolle Erfahrung möglich gemacht haben. Die bisherigen Erfolge motivieren uns, auch künftig weitere betroffene Kinder auf diesem Weg zu begleiten und ihnen neue Perspektiven zu eröffnen.

Für Rückfragen oder weitere Informationen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.

Presse

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